Kellermikwe Schmalkalden

 

Kellermikwe Schmalkalden


Projekt

AUSSTELLUNGSRAUM

KELLERMIKWE

 

Typologie

KULTUR

 

Status

IN UMSETZUNG

 

Ort

SCHMALKALDEN

 

Jahr

2018/19

 

Fotos

BIESSMANN+BÜTTNER

4YOU2

 

Während der Erdarbeiten am Wohnkomplex "LutherLoft" in Schmalkalden wurde durch das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Ende 2015 im Hof des im 17. Jahrhundert errichteten Fachwerkgebäudes Hoffnung 38 überraschend eine Kellermikwe entdeckt. Es handelt sich um ein jüdisches Ritualbad zur spirituellen Reinigung der Gläubigen. Das frühneuzeitliche Tauchbad ist durchdacht konstruiert und außergewöhnlich gut erhalten, auch die qualitätsvolle Verarbeitung der verwendeten Sandsteine sowie einzelner Spolien beeindruckt. Die Anlage besteht aus verschiedenen architektonischen Elementen, von denen sich drei Becken in enger räumlicher Nachbarschaft befinden, ein weiteres ist über eine hölzerne Wasserleitung samt steingefasstem Überlauf mit dem Ensemble verbunden.

 

Der Zugang zur Kellermikwe befindet sich in der Hoffnung, um die Privatsphäre des Wohnkomplexes nicht zu beeinflussen. Die Erdgeschosszone des Fachwerkgebäudes Hoffnung 38 bildet den Vorraum für den Ausstellungs- und Mikwenraum. Hier erfährt der Besucher mittels Fotos, Karten und Tafeln mehr über das jüdische Leben in Schmalkalden. Der eigentliche Präsentationsraum befindet sich dahinter im Zwischenbau. Der Raum ist gegliedert in zwei Ebenen - die ebenerdige und barrierefreie Besichtigungszone und die Befundszone. Diese liegt circa zwei Meter unterhalb, im ehemaligen Gewölbekeller des Vorgängerbaus. Durch eine Brüstung sind die beiden Bereiche voneinander getrennt. Ein ausgeklügeltes Lichtkonzept wird die Präsentation des Befundes unterstützen.



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